Salzburger Kulturtage

Die Salzburger Kulturvereinigung veranstaltet von 14. bis 30. Oktober erneut ihre ‚Salzburger Kulturtage’. Geboren aus der Idee, die Stadt auch im Herbst zur Szene für erstklassige Aufführungen und Konzerte heimischer und internationaler Interpreten zu machen, haben sich die Salzburger Kulturtage gleich nach ihrer Gründung im Jahr 1972 einen festen Platz im Kulturleben erworben.
Diesjähriger Höhepunkt ist Richard Wagners Meisterwerk ‚Der fliegende Holländer’, welcher an fünf Abenden – am 14., 16., 18., 27. Und 30. Oktober jeweils um 19.00 Uhr bzw. am 30. Oktober auch um 17,99 Uhr – vom Mozarteumorchester Salzburg im Großen Festspielhaus in einer Inszenierung von Aaron Stiehl interpretiert wird. Die tragische Liebesgeschichte zwischen dem zu einer ewigen Reise über die Weltmeere verdammten Holländer und der norwegischen Seemannstochter Senta, welche gewillt ist, ihn durch ihre bedingungslose Treue von seinem Fluch zu erlösen zählt bis heute zu den beliebtesten Werken der Opernliteratur. Wagners kürzeste Oper ist von Beginn an geprägt von Spannung und Dramatik, die sich von Szene zu Szene steigert und im zunächst harmlos scheinenden Besuch Sentas bei den Schiffen und dem im Folgenden emporsteigenden Geisterchor, der die spottenden Norweger in die Flucht schlägt, gipfelt.
Ein weiteres Highlight der Salzburger Kulturtage ist der am 19. Oktober um 19.30 Uhr in der Großen Universitätsaula stattfindende Liederabend, bei welchem der Tenor Bernhard Berchtold Lieder von Robert Schumann, Hugo Wolf und Franz Schubert darbieten wird.
Ein musikalisches Kabarett erwartet das (nicht notwendigerweise opernkundige) Publikum am 15. Oktober um 19.30 Uhr bei ‚Opern auf Bayrisch’ von Paul Schallweg. Das 12-köpfige Musikerensemble des Münchener Orchesters wird im Großen Saal der Stiftung Mozarteum zusammen mit Conny Flogger, Michael Lerchenberg und Gerd Anthoff ausgewählte Werke aus Carmen, der Zauberflöte und dem Fliegenden Holländer ohne dramatischen Gesang und ohne koloratureiche Arien, dafür aber mit viel Witz und Humor in bayerischer Mundart, präsentieren.
Ein weiterer musikalischer Leckerbissen an diesem Wochenende findet am 17. Oktober im ODEION Kulturforum Salzburg statt: Die erst 17-jährige Marie-Christine Klettner gilt als die große heimische Geigenhoffnung. Nach ihrem ersten solistischen Auftritt als Elfjährige mit Mozarts Violinkonzert in G-Dur und zahlreichen weiteren Auftritten und Auszeichnungen wird das Ausnahmetalent bei den Salzburger Kulturtagen zusammen mit dem Sinfonieorchester der Salzburger Kulturvereinigung unter Günther Passin mit Franz Schubert, Max Bruch und Jean Sibelius aufwarten.
Freunde von Salzburgs berühmtestem Sohn dürfen sich auf die beiden Mozart Symphonie-Konzerte am 16. und 23. Oktober jeweils um 19.30 Uhr in der Großen Universitätsaula freuen. Das neu gegründete Amadeus Orchester Salzburg wird unter der Leitung von Elisabeth Fuchs und zusammen mit dem jungen, aufstrebenden Violinisten Sergey Malov, der kürzlich mit dem Londoner Philharmonic Orchestra debütierte, u.a. die Haffner und Prager Symphonie und die beiden Violinkonzerte Nr. 2 D-Dur Nr. 1 B-Dur und spielen.
‚Auf Mahlers Spuren’ heißt es am 20. Und 21. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Festspielhaus für die Brünner Philharmoniker. Anlässlich des 150. Geburtstages des Meisters wird die Symphonie Nr. 3 d-Moll mit Mezzosopranistin Dagmar Peckova aufgeführt.
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